Kinderkirche vom 24.12.2025
Weihnachten 2025 - Tiere auf dem Weg zur Krippe
eine Geschichte von Cornelia Lustig
Begrüßung
Wir begrüßen Euch ganz herzlich zu unserer Krippenandacht. Schon ganz lange haben wir uns auf diesen Tag vorbereitet. Viele von uns sind schon ganz aufgeregt und gespannt. Heute ist ja ein besonderer Tag. Du weißt bestimmt, welcher? Genau, wir warten heute alle auf das Christkind.
Deshalb treffen wir uns heute in der Kirche und wollen jetzt unsere Feier beginnen:
Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes
Amen.
Wir singen jetzt das Lied „Ihr Kinderlein kommet“.
Lied: Ihr Kinderlein kommet
Weil immer, wenn wir Gottesdienst feiern, Jesus in unserer Mitte ist, wollen wir ihn im Kyrie begrüßen.
Kyrie-Rufe
V1: Herr Jesus Christus, du bist das Licht der Welt.
V/A: Herr, erbarme dich.
V2: Herr Jesus Christus, du bist unsere Freude.
V/A: Christus erbarme dich.
V3: Herr Jesus Christus, wir freuen uns auf das Weihnachtsfest.
V/A: Herr, erbarme dich.
Gebet
Guter Gott,
du hast uns deinen Sohn geschenkt.
Am Heiligen Abend denken wir an seine Geburt.
Jesus bringt Licht und Wärme in unser Leben, wie eine Kerze.
Dafür danken wir Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Geschichte
Viele von euch waren ja schon öfter in der Kinderkirche. Und deshalb weißt du, dass immer eine Geschichte erzählt wird. Heute erzähle ich dir eine Geschichte über die Heilige Nacht. Die Geschichte der ersten Heiligen Nacht überhaupt.
Die Tiere werden mit Puppen gespielt.
Vor vielen, vielen Jahren sitzen Hirten um ein Feuer und passen auf ihre Schafe auf. Die Nacht ist dunkel und kalt, bis plötzlich ein Stern zu leuchten beginnt. Er leuchtet so hell und strahlend, viel heller als alle anderen Sterne. Und was ist das? Wer singt denn hier? Sind das Engel?
(Engelsgesang! Lied: Ein heller Stern hat in der Nacht)
Doch hier versteckt sich noch jemand! Wer ist denn das? Morla, die alte Schildkröte und Emma, die kleine Schnecke sitzen im Gebüsch und sehen und hören alles. „Was kann das bedeuten?“ flüstert die Schnecke Emma. „Heute,“ weiß Morla, „ist die Nacht der Wunder. Vor langer Zeit hat Gott den Menschen ein Versprechen gegeben. Ein Licht soll in die Welt kommen und für jeden leuchten.“ „Das will ich sehen, das Licht suchen wir. Wird es auch für mich leuchten?“ fragt Emma. „Gottes Licht ist ganz anders als alles was wir kennen. Aber es leuchtet auch für dich. So hat er es versprochen. Und Gott hält seine Versprechen.“ Die beiden machen sich auf den Weg. Langsam, Schritt für Schritt.
Unterwegs treffen sie eine kleine Elster. Sie ist ganz durchgefroren und allein. „Komm doch mit!“, spricht Morla. „Gottes Licht soll das Herz wärmen und man fühlt sich nicht mehr allein.“ Die drei kleinen Tiere machen sich auf den Weg. Langsam, Schritt für Schritt.
Bald treffen sie noch eine Kuh/ einen Esel. Er/ Sie hat sich den Fuß verstaucht und findet den Weg zum Stall nicht mehr. „Lauf mit uns mit!“, sagen Morla, Emma und die Elster. „Gottes Licht kann heilen und leuchtet uns den Weg.“ Und sie machen sich weiter auf den Weg. Langsam, Schritt für Schritt.
Es geht vorbei an Steinen, es geht vorbei an Wiesen. Langsam, Schritt für Schritt gehen sie weiter. Es geht bergauf, es geht bergab. Langsam, Schritt für Schritt.
Endlich kommen sie dem Stern näher. Er leuchtet über einem Stall. Doch was ist das? Aus dem Stall dringt auch ein Leuchten. Wollen wir einmal hineinschauen?
Im Stall liegt neben Ochs und Esel, einer Frau und einem Mann ein winzig kleines Baby in einer Futterkrippe. Es lächelt die Tiere an. Da wird es warm in den Herzen der Tiere. Es scheint gerade so, als würde alles zu leuchten und strahlen beginnen. Am meisten aber strahlt das kleine Baby in der Futterkrippe. „Wer ist das?“ flüstern die Tiere. „Gottes Versprechen, das Licht der Welt. Es heilt, tröstet, schenkt Wärme, Liebe und ist ein Wegweiser. Sein Geschenk für uns alle.“ – „Und wie heißt es?“ wispern die Tiere. „Jesus Christus.“, weiß Morla unsere alte, weise Schildkröte.
Lied: Oh du fröhliche
Fürbitten
Guter Gott, als dein Sohn Jesus auf die Welt kam, wurde es im Stall und in den Herzen der Menschen warm und hell. So bitten wir dich:
V1: Für alle Menschen, die traurig sind: Lieber Gott, schenke ihnen Licht und Wärme.
V/A: Schenke ihnen Licht und Wärme.
V2: Für alle Menschen, die krank sind: Lieber Gott, schenke ihnen Licht und Wärme.
V/A: Schenke ihnen Licht und Wärme.
V3: Für alle Menschen, die einsam und allein sind: Lieber Gott, schenke ihnen Licht und Wärme.
V/A: Schenke ihnen Licht und Wärme.
Alle unsere Bitten fassen wir in dem Gebet zusammen, das Jesus uns geschenkt hat:
Vater unser
| Gebet | Zeichen |
| Vater unser im Himmel | Arme leicht nach oben heben. |
| Geheiligt werde dein Name | Arme etwas mehr nach oben strecken |
| Dein Reich komme, | Arme wieder etwas mehr nach oben strecken |
| dein Wille geschehe. | Arme sind ganz oben |
| Wie im Himmel | Ein Arm bleibt nach oben gestreckt |
| so auf Erden | einen Arm senken und eine Hand zeigt nach unten |
| Unser tägliches Brot gib uns heute | Hände zu einer Schale formen |
| Und vergib uns unsere Schuld | Hände falten |
| Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern | Arme nach unten und ein bisschen vom Körper wegstrecken |
| Und führe uns nicht in Versuchung | Arme vor dem Kopf überkreuzen |
| Sondern erlöse uns vor dem Bösen | Arme ruckartig nach vorne öffnen. |
| Denn dein ist das Reich und die Kraft | Die Arme machen von unten nach oben einen Kreis |
| und die Herrlichkeit | die Hände werden gefaltet und bleiben vor der Brust stehen. |
| In Ewigkeit. Amen |
Lied: Tragt in die Welt nun ein Licht
Dank
Guter Gott,
du machst unser Leben hell, denn du hast uns Jesus geschenkt und Jesus ist das Licht der Welt.
Jesus macht unser Leben hell.
Wir freuen uns auf Weihnachten und danken dir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Segen
Möge das Licht dieser Nacht unser Leben erleuchten.
Möge das Kind in der Krippe unsere Herzen berühren.
Möge der Stern am Himmel unsere Gedanken führen.
Möge der Segen dieser Heiligen Nacht auf uns herabkommen
und allezeit bei uns bleiben.
So segne uns der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Lied: Stille Nacht
(auf der Orgel und mit Geige)